Wintercamping mit dem Adria

Ein Dauerbrenner bei den Bergischen Wohnmobilen:

 

Wintercamping mit Adria – Ein Camper als Experte

 

Ein Thema taucht bei der Beratung im Hause „Bergische Wohnmobile“ immer wieder auf: Was braucht man, um Wintercamping zu machen? Muss ich noch Zusatzausstattung mitbestellen? Und bis wieviel Grad funktioniert eigentlich die „normale Grundausstattung"?

Jetzt könnte man natürlich in Abwandlung eines rheinischen Sprichwortes sagen: „Jeder Jeck friert anders“. Das ist natürlich sehr lapidar und den Fragen der Kunden nicht angemessen, die eine ernsthafte Beratung erwarten können. Aber am Ende dieses Blogartikels möchten wir zeigen, dass es doch auch ein bisschen den Kern trifft.

Darum wollen wir uns dem Thema mit Hilfe der Erfahrungen eines Wintercampers nähern, der mit einem Adria Wohnmobil im Winter in Skandinavien am Polarkreis unterwegs war. Doch zuvor schauen wir uns den Bereich Technik und Konstruktion an.

 

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Aufbau alt und neu: Holz adé

 

Alle Hersteller sagen, ihre Fahrzeuge seien für das Wintercamping geeignet.

Die Einschätzungen von Wintercampern sind sehr unterschiedlich: Für die einen sind Temperaturen von unter zehn Grad kalt, andere fahren mit ihrem Wohnmobil in den Schnee zum Skifahren. Einige erinnern sich an Wintercampingerfahrungen: Man fror zwar nicht, die Truma-Heizung bollerte aus vollen Rohren, aber fußkalt war es immer.

In der Vergangenheit bauten viele Hersteller ihre Wohnmobile und Caravans mit einem Holzboden auf. Der war dann entweder einfach oder doppelt ausgeführt. Der doppelte Boden isolierte zum kalten Draußen oder zum gefrorenen Boden natürlich viel besser als der einfache. Doch ein doppelter Holzboden schränkte zum einen den Aufbau etwas ein, vor allem aber machte er das Fahrzeug schwerer.

 

Einsatz von GFK und Polyesterschaum XPS

 

In den letzten Jahren veränderten Adria und andere Hersteller die Bodenkonstruktion der Wohnmobile. Die aktuellen Modelle von Adria haben als unterste Schicht einen GFK Boden, was sich günstig auf das Gewicht auswirkt. Auf diesem GFK-Boden befindet sich eine XPS-Schaum-Isolierung. Darüber sind verstärkte Naturholzprofile verarbeitet, auf denen dann wiederum der eigentliche Fußboden im Wohnmobil liegt. Die XPS-Schaum-Isolierung, die aus Polyester mit extrem feuchtigkeitshemmenden Eigenschaften besteht, wird nicht nur im Campingbereich, sondern auch überall da eingesetzt, wo extreme Festigkeit, Formbeständigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit gefragt ist, wie zum Beispiel auch im Hausbau.

 

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Was braucht man zum Wohlfühlen?

 

An dieser Stelle soll es nicht darum gehen, ob generell für das Wintercamping eine Warmwasser- und Fußbodenheizung von ALDE als Zusatzausstattung sinnvoller ist. Die Frage die wir hier stellen ist folgende: Reicht die normale Konstruktion mit 41mm Bodenstärke, 31 mm Wand – und Dachstärke und eine Truma- Gasheizung?

Standardmäßig ist diese Kombination in (fast) allen Adria-Wohnmobilen verbaut. Hält man mit diesem Standard extreme Temperaturen aus?

 

Adria Reisemobile sind für extreme Temperaturen ausgelegt

 

Ein eindeutiges JA kommt vom Camper Andreas J. aus Leverkusen, der mit seiner Familie und seinem Coral XL über den Jahreswechsel in den extremen Temperaturen am Polarkreis unterwegs war. Andreas hat seinen Coral XL im Frühsommer 2019 bei den Bergischen Wohnmobilen in Burscheid abgeholt. Mit Außentemperaturen von minus 28 Grad am Polarkreis hatte sich die Familie in den richtigen Bereich begeben, um die gestellten Fragen als „unser“ Experte beantworten zu können.

Sie erzielten mit der „normalen“ Gasheizung ohne Probleme Innenraumtemperaturen von 21-22 Grad und höher. Sie hatten auch nicht das Gefühl, dass es bei den extremen Außentemperaturen von minus 28 Grad irgendwo ein kalter Luftzug zu verspüren war. Besonders im Alkoven, so Andreas, war es „muckelig“ warm. Kein Wunder, letztlich ist das Bett im Alkoven ja der höchste Punkt im Wohnmobil.

Dummerweise hatte er die Isoliermatte/-abdeckung für die Frontscheibe vergessen, sodass man im Fahrerhausbereich etwas improvisieren musste. Hieran sollte aber zwingend beim Wintercampen gedacht werden. Der Fahrerhausbereich, in dem ja keine Aufbauten seitens des Herstellers verbaut sind, ist tatsächlich die einzige Kältebrücke in den Wohnmobilen. Ausnahme sind Vollintegrierte.

Die Heizung funktionierte einwandfrei, die Eiszapfen unterhalb des Heizungsauslasses waren lang. Auch der Abwassertank hielt dem Frost stand. Dieser ist ab den Plus-Modellen bei Adria serienmäßig isoliert und beheizbar. Bei den anderen Modellen kann er über das generell empfehlenswerte Exklusiv-Paket geordert werden.

 

Thermobuild-Standard von Adria

 

Doch nicht nur der Aufbau des Bodens ist für die die Wohlfühltemperatur verantwortlich, sondern der ganze Aufbau. Adria nennt sein System „Thermo-Build“. Es ist eine Kombination aus modernsten Isoliermaterialien und dem Wärme- und Luftmanagement: Das Heizkonzept und das Air Flow Konzept spielen hier zusammen. Daneben werden alle Reisemobile für den ganzjährigen Einsatz getestet: in einer Klimakammer werden Temperaturen von minus 40 Grad bis plus 60 Grad, bei verschiedenen Graden der Luftfeuchtigkeit simuliert.   

 

Der Komfort entscheidet

 

Wie wir gesehen haben, reicht der Standard von Adria auf jeden Fall. Jedoch ist immer ein bisschen mehr Komfort möglich. So gibt es bei Adria ein Komfortplus durch die Alde-Warmwasser- und Fußbodenheizung ab der Plus-Ausstattung als Zusatzoption. Sie bespielt das Thema Wärme von unten noch ein bisschen dichter als die zuverlässige Warmluftheizung. Und je nach Reiseziel und dessen Angebot an Gasversorgung bzw. Gasflaschenanschlüssen kann man auch über den nachträglichen Einbau einer Dieselheizung nachdenken.

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